Koh Phangan

Nach den Strapazen in Nepal ging ich nach Koh Phangan in eine Bungalowanlage für drei Nächte. Mit dem Hintergedanke, dass ich mir nun mal ein schönes Häuschen für die nächsten drei Wochen suche. Wie immer wenn ich in Koh Phangan ankomme, ist diese doofe Vollmondparty und die Preis für Alles total überrissen. Deshalb hab ich mich in ein ziemlich günstiges Bungalow eingemietet. Das Coral Bungalow. Ich bin sooo ein Depp. Dieser Bungalow zeichnet sich nämlich durch die nächtlichen Poolpartys aus und Nachtruhe existiert dort nicht. Koh Phangan ist/war bekannt für die Partys welche immer und überall stattfinden. Alkohol und jegliche Art von Drogen inklusive. Aufgrund des Militärputsches in Bangkok hat die Regierung einen Riegel geschoben und kurzerhand alle Partys, ausser die Vollmondparty, verboten. Das bedeutet auch, dass es "schwieriger" wurde zu Grass zu kommen. Gras gehörte nämlich noch vor dem Militärputsch zu den Grundnahrungsmitteln auf Koh Phangan... Keine Angst, es ist noch immer erhältlich. Da jetzt die Barbesitzer mit Marihuana einfach die doppelten Bestechungsgelder bezahlen müssen (Polizei und neu auch die Militärpolizei) ist halt auch der Preis gestiegen. Ein Joint kostet in der Amsterdam Bar nun 200 Baht (CHF 6.00) und hat nun ca. schweizer Niveau erreicht. Also nicht das ich gekifft hätte. Der Sonnenuntergang in dieser Bar ist halt einfach schön... 😉 Dies ist die Amsterdam Bar:DSC03438 DSC03439 DSC03442

In diesen drei Tagen habe ich mir unzählige Häuschen und Bungalows angeschaut. Meine Wahl traf das Häuschen mit Küche, Bad, Schlafzimmer, Terasse resp. Veranda und einen traumhaften Ausblick auf das Meer, Koh Samui und den Dschungel.

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Da im Bungalow leider keinen Wasserkocher oder Kaffeemaschine vorhanden war, habe ich mir einen Filterkaffe Kocher zugelegt. Das lustige daran war, dass ich dieses Ding nur für das Wasser heiss machen benötigte, damit ich mir einen Nescafé Gold machen kann. Auf die Idee die Maschine für den vorgesehenen Zweck zu benutzen, sprich mit Kaffeepulver, bin ich nicht gekommen. Naja, irgendwie legte ich mein Hirn mit Ankunft auf Koh Phangan ab… Auf jeden Fall hatte ich meinen Kaffee am frühen Morgen 🙂 Ziel erreicht. Nach ein paar Tagen hab ich dann den Lowo (eigentlich mit B aber lest selbst nach) in der View Art Bar kennen gelernt. Das war dann mein Inselkumpel für die nächsten 3 Wochen. Wir trafen uns immer wieder in seiner Bungalowanlage für das Abendessen und gingen dann noch weiter für einen Absacker. Lowo hat sich in Koh Phangan eine kleine aber feine Existenz aufgebaut. D.h. er hat ein Bungalow ganzjährig gemietet und verbringt 6 Monate pro Jahr auf der Insel und die restlichen 6 Monate in Deutschland. Die Idee hat mich echt fasziniert und ich überlege mir was Ähnliches zu tun. Aber ihr kennt mich ja und wisst wie seriös solche Ideen bei mir manchmal sind 🙂 Koh Phangan ist berüchtigt für die Vollmondparty. Da ich schon zwei Mal dort war, wollte ich diese dieses Mal eigentlich nicht besuchen. Am gleichen Abend war dann auch noch das Lichterfest Loi Krathong. Während dem Loi Krathong ging ich an den Hafen von Phangan und hab mir ein Blumengesteck gekauft und dies traditionell dem Meer übergeben. krathong4   Es ist wirklich ein schönes Fest. Überall Blumen, Feuer, Lampions und natürlich Thailändische Livemusik. Dank der Vollmondparty waren auch kaum Westler dort. DSC03368 DSC03374 DSC03375 DSC03385   Überall gab es auch so kleine Garküchen mit hunderten von verschiedenen Gerichten. Man konnte sich dort so richtig gut durch futtern. D.h. viel verschiedene kleine Portionen. Die thailändische Küche ist halt einfach der Hammer und es gibt immer wieder neues zu entdecken. Nach einer Weile ging ich dann weiter auf ein Bier. An der Bar angekommen hatte ich mit dem Besitzer ein lustiges Gespräch und er überredete mich ihn an die Vollmondparty zu begleiten. Wiederwillig stimmte ich zu und ging mit. Das geilste war, der hatte so richtig gute Kontakte. D.h. ich musste keinen Eintritt bezahlen und durfte kurz DJ vor ca. 5000 Leuten sein. Wie es schien war ich wohl nicht so talentiert, denn nach nur zwei Songs musste ich wieder runter von der Bühne 🙂 Im Prinzip ist diese Party ein reines Saufgelage und es werden Drogen a gogo konsumiert. Auch stirbt in der Regel pro Party einen Tourist. Weil er meint mit 4 Promille noch Roller fahren zu können. Zur Info: Promillegrenzen existieren auf der Insel nicht. Man darf immer fahren. Man wird nur gebüsst wenn man keinen Helm an hat. Aber dies auch nur wenn die Polizei gerade explizite Kontrollen machen. Und wenn man dann rausgenommen wird ohne Helm und man ist besoffen oder auf Drogen interessiert das keine Sau. Man wird lediglich wegen dem Helmvergehen bestraft (CHF 6.00). Ein schöner Nebenverdienst für die Polizei… Hier ein paar Bilder zur Party. Macht euch selber einen Eindruck: DSC03391 DSC03392 DSC03395 DSC03396 DSC03400 DSC03409 DSC03411 Nach ca. einer Woche hab ich dann wieder Besuch von der Frizi bekommen. Deshalb musste ich kurz nach Koh Samui an den Flughafen. Danach ging es aber sofort wieder zurück nach Phangan. Soll heissen: Ich mag Koh Samui nicht. Angekommen, Rucksack ins Haus geschmissen und dann gab es zuerst mal ein Apero. Im Prinzip hatten wir so ziemlich schnell den typischen Tagesablauf definiert gehabt. Ausschlafen, bei Pan (Meine Frühstücksmutter) Frühstück essen, mit dem Roller die Insel erkunden und am Abend bei Yam (Abendessenmutter) gespeist. Später einen Absacker bei Ut (Barpapa) und danach ging es ins Bett. Am nächsten Tag gab es wieder die gleiche Reihenfolge. Im Prinzip war es genau das was ich in Phangan gesucht habe. Denn das ewige Herumreisen machte mich auf Dauer müde und ich brauchte mal eine Auszeit. Genau diese hab ich mir dort gegönnt. Für alle die mich gut kennen: Ja ich war sogar im Meer baden… 🙂 Denn wir haben uns für drei Tage ein Bungalow am Strand gemietet. Per Zufall gehörte dies der Pan resp. der Frühstücksmama. Zwischendurch ging es an den Nachtmarkt was essen oder Shoppen. Auch Ziplining stand auf dem Programm. Aber der Besitzer hatte irgendwie mehr Interesse eine Quadtour mit Kiffen zu verkaufen. Nach zwei Wochen gingen wir dann bei weiter nach Bangkok und verabschiedeten uns. Sie ging zurück nach Gumihalsien und bei mir ging es weiter nach Siem Reap in Kambodscha wo ich gerade bin. Mehr folgt noch... Hab jetzt keine Lust mehr zu schreiben. Nur das ihr es wisst: So ein Bericht ist ca. 2h Aufwand. Bin jedesmal nahe dem Burnout und einem Herzinfarkt. Trotzdem nehme ich mir die Zeit euch zu schreiben. Auch wenn ihr nicht mehr so viel auf die Werbung klickt 🙁

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