Laos, Vietnam und Koh Phangan

Mein letzter Blog ist doch schon wieder fast zwei Monate her. In dieser Zeit ist viel passiert. Unterdessen habe ich Vietnam bereist, wurde zum „Mörder“, wurde ausgeraubt, hab den Roller verkauft, hatte Besuch aus der Schweiz und hab nun einen festen Wohnsitz in Koh Phangan. Aber Eines nach dem Anderem. Mein letzter Blog habe ich aus Vang Vieng in Laos geschrieben. Im Vang Vieng selber hatte ich noch eine traumhafte Fahrt mit dem Heissluftballon.     Und irgendwie bin ich dort hängen geblieben. Aus ursprünglich 3 bis 4 geplanten Tagen wurden knapp zwei Wochen. Dies hat unter Anderem auch mit dem norwegischem Guesthouse Besitzer dem Arne zu tun. Der Typ war einfach nur noch geil. Am frühen Morgen brauchte der erst mal seinen Kaffee mit Schuss 🙂 Trotzdem wir hatten geile und lustige Machogespräche. War herrlich 😀 Mehr Bilder Vang Vieng findet Ihr hier. Nach einer super Zeit in Vang Vieng ging es dann weiter nach Luang Prabang. Luang Prabang ist ein kleines Städtchen mit ca. 45‘000 Einwohnern und war bis zur Abschaffung der Monarchie die Hauptstadt resp. die Königsstadt. Luang Prabang befindet sich am Mekong und hat eine wunderschöne Uferpromenade. Aber ehrlich gesagt, hatte ich langsam genug von Laos und LP war einfach eine weitere Stadt. Weshalb LP im Lonely Planet als Attraktion Nummer 1 angepriesen wird, ist mir ein Rätsel. Klar, es ist ein schönes Städtchen, trotzdem ist es mehr oder weniger das Gleiche wie Vientiane oder andere Städte in Laos. Ich persönlich habe es als nicht spezielles gesehen. Falls jedoch mal jemand von Euch Laos besucht, sollte es nicht fehlen. Ich freute mich schon wahnsinnig auf Vietnam. Da die Reise bis zur Grenze eine drei Tagestour war, entschied ich mich, nur eine Nacht in LP zu bleiben. Am nächsten Tag ging es dann weiter mit dem Ziel Phonsavan zur Ebene der Tonkrüge. Jedoch waren die Strassenverhältnisse miserabel und die Temperaturen verflucht kalt. Ca. 50km vor Phonsavan hab ich ein kleine und schöne Bungalowanlage direkt an einem See gefunden. Ich war der einzige Gast dort und die Wände waren ein aus ein paar Holzlatten gebaut mit grossen Ritzen wo man durchschauen konnte. Dem entsprechend waren auch die Temperaturen in der Nacht. Nach einem kleinem Lagerfeuer, welches ich ganz stolz selbst entzündet habe, zog ich meine 4 T-Shirts, Faserpelzjacke und Hosen an und verkroch mich in den Schlafsack und ging unter zwei Wolldecken. Das einzige was noch kalt war, war mein Gesicht. Es war eine ziemlich kurze dafür kalte Nacht. Aufgrund des Eises auf dem See wusste ich, dass während der Nacht Minustemperaturen herrschten. Achja, geduscht hab ich in diesem Morgen nicht. Denn mein Kübel mit Wasser war mir dann doch etwas zu kalt bei ca. 4 Grad J Ich stank dank dem Lagerfeuer wie Räucherstäbchen… DSC04647 DSC04631 DSC04635 Nach der kalten Nacht ging es weiter nach Phonsavan wo ich die Ebene der Tonkrüge besuchte. Während meines Besuchs bei den Krügen realisierte ich, dass ich am nächsten Tag das Land Visumstechnisch verlassen muss. Ich war nun einen Monat in Laos. Wow, das ging schnell... Aus diesem Grund verliess ich die Ebene nach ca. 2h und ging weiter zur Grenze nach Nonghet. Nonghet ist ein kleines Grenzdörfchen zu Vietnam und es hat ca. 3 Gästehäuser.  Ich fühlte mich dort wie ein Tier im Zoo. Als ob ich der erste Ausländer in diesem Dorf war. Hunger hatte ich trotzdem und ging deshalb in die Dorfkneipe für eine Nudelsuppe. Eine Touribar gab es dort nicht. In der Kneipe hab ich dann eine süsse kleine Bekanntschaft gemacht (Es war Abend nicht Morgen) 🙂 DSC04649 DSC04648 Das Gästehaus dort war wirklich schön und sauber. Es gab zwei Gäste. Ein Laotischer Anzugträger und mich. Obwohl er kein Englisch konnte und mein Laotisch auf ein paar einzelne Wörter beschränkt war, haben wir zusammen ein Bier getrunken und mittels Google Translater die grössten Diskussionen geführt. Bei der Englisch-Laotisch Übersetzung muss Google noch einiges verbessern. Auf meine Frage was er arbeitet, kam die Antwort: "The cloud cuts coconut"... Da gibt es noch Verbesserungspotential. Trotzdem haben wir die wildesten Diskussionen geführt. Aber ich geh davon aus, dass wir je ein komplett anderes Thema hatten. DSC04659 DSC04661 DSC04652 DSC04658     Am nächsten Morgen ging es weiter an die Grenze zu Vietnam. Zuerst meldete ich mich bei den Laoten für den Ausreisestempel. Nach einer halben Stunde anstehen, kriegte ich diesen dann endlich auch. Danach fuhr ich ca. 200 Meter über Niemandsland und erreichte dort die Vietnamesische Visumskontrolle. Der Saal war leer, jedoch musste ich aus irgendwelchen Gründen eine Stunde warten bis ich dran war. Egal, hatte ja genug Zeit und auf Stress hatte ich nicht wirklich Bock. Nachdem ich mir den Einreisestempel abgeholte hatte, ging ich zum Schalter für die Fahrzeuge. Dann kam Hiobsbotschaft. Ich darf den Roller nicht über die Grenze nehmen. Dafür bräuchte ich eine schriftliche Einladung des Vietnamesischen Strassenverkehrsamt. Es gibt nur eine Lösung: Geh zurück nach Kambodscha und komm von dort über die Grenze. Das hätte für mich folgendes bedeutet:
  • Vietnamvisum wäre wieder ungültig, da ich den Einreisestempel bereits hatte
  • Hätte wieder durch ganz Laos und Kambodscha fahren müssen
  • Scheiss Laune
Leider hat die Dame am Schalter auch kein Bestechungsgeld akzeptiert. Weshalb auch immer. Nach dieser Nachricht ging ich raus und rauchte zuerst mal in Ruhe eine Zigarette und dachte darüber nach was ich jetzt machen sollte. Die Lösung war so einfach… Ich sass auf den Roller, ging zur Grenze, zeigte mein Visum und fuhr einfach stinkfrech durch. Auf gut deutsch: Hab mein Roller illegal ins Land geschmuggelt. Sicherheitshalber hab ich in meinen Fahrzeugpapieren noch 10USD gelegt, falls mich die Polizei anhalten würde. War zum Glück nicht der Fall und ich konnte mit dem Roller problemlos durch Vietnam fahren. Meine erste Destination war Vinh. Vinh ist die erste Stadt an der Grenze und hat überhaupt nichts Touristisches. Es gibt zwar ein 5 Sterne Hotel dort, aber mit dem Zielpublikum von Vietnamesischen Anzugträger. War mir aber scheiss egal. Ich wollte bloss ein schönes warmes Bett, warmes Wasser und was westliches zum Essen. Deshalb hab ich mich in diesem 5 Sterne Hotel für zwei Nächte eingebunkert. Das Geilste war, ich musste lediglich 50 USD dafür bezahlen. Das warme Bett und die erste Dusche nach drei Tagen waren einfach nur himmlisch. Die Stadt hat touristisch absolut nichts zu bieten ausser die Menschen. Die Leute dort waren extrem freundlich und hatten total Freude, dass ich da war. Musste sogar ein paar Mal für ein Foto hin stehen. Hatte zwar keine Ahnung wer das war, aber das war mir auch dann auch egal. So fühlt es sich also an wenn man berühmt ist. Nach zwei Nächten ging es weiter entlang des NEUEN Ho Chi Minh Pfad Richtung Phong Nha. Phong Nha wurde erst von ein paar Jahren touristisch erschlossen. Der Grund: Die zurzeit grösste Höhle der Welt befindet sich in der dieser Gegend. Es gab dort ca. 3 Gästehäuser sowie ein Hostel. Das Nachtleben fand im Hostel statt. Das Hostel hatte eine wirklich gute Bar inkl. Lagerfeuer. Am Lagerfeuer traf ich dann wiedermal ein paar Schweizer. Die waren echt cool drauf und konnte seit langem wieder einmal Schweizerdeutsch sprechen. Die Tatsache, dass einer den „wunderschönen“ St. Galler Dialekt hatte, war mir dann auch egal. Sorry J Hauptsache ich konnte mich mal wieder mit jemandem unterhalten. Wenn man so ein paar Tage am Arsch der Welt war, schätzt man eine Konversation in Deutsch oder Englisch extrem. Vom kleinen Dörfchen Son Trach in Phong Nha ging es dann auf Höhlentour. Da war die Paradise Cave welche superschön beleuchtet ist und einfach nur gewaltig gross. Hier in ein Film, dauert zwar lange aber für die die es interessiert…     Nach ein paar Tagen in Phong Nha realisierte ich, dass ich Reisemüde bin. Die Sehenswürdigkeiten faszinierten mich nicht mehr obwohl es eigentlich traumhaft schön war. Auch die vielen wunderschönen grünen Reisfelder waren nur noch ein Wow wert. Hab realisiert, dass ich langsam aber sicher etwas abgestumpft bin und das Reisen an und für sich nicht mehr richtig geniessen konnte. Auch das ewige unterwegs sein und alle paar Tage in ein neues Hostel/Gästehaus und neue „Freunde“ kennen zu lernen nervte mich. Auch die ganzen Backpacker gingen mir immer wie länger auf den Sack. Immer nach dem Motto: „So viele Leute wie möglich kennenlernen“ wollten die mich immer wieder in Gespräche leiten. Aber darauf hatte ich sowas von keinen Bock mehr und wollte nur noch in Ruhe gelassen werden. Jeder der schon länger als ca. 9 Monate unterwegs war, weiss wovon ich rede. Wollte dies den Leuten erklären, aber stiess nur auf Unverständnis. Da die meisten nicht länger als total 6 Monate herumreisen oder erst ein paar Wochen unterwegs waren. Die Idee mich irgendwo für eine Weile einzunisten wuchs in mir… Hier noch ein paar Bilder zu Phong Nha Jedoch war ich nun schon in Vietnam und wollte doch noch einiges sehen. Mein Endziel war Ho Chi Minh City resp. Saigon. Also fuhr ich nach 3 Tagen weiter Richtung Süden nach Hué.

Hué war bis 1945 die Hauptstadt von Vietnam und hat schwerste Schäden während dem Vietnamkrieg erlitten. In Hué war ebenfalls die entmilitarisierte Zone vom Nordvietnam und dem Vietcong. Da die ganze Umgebung verbombt und viele Zivilisten dabei starben, gibt es hier verschiedene Museen, Touren usw. Eine Tour habe ich dort mitgemacht. Es war eine Tagestour und wir besuchten verschiedene Überbleibsel wie alte Panzer, Helikopter, Schützengräben und Bunker für die Zivilisten.

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War echt interessant sowie traurig diese Überbleibsel des Krieges anzuschauen. Kann ich jedem empfehlen der einmal dort sein sollte. Der Bunker resp. die Kanäle sind aber nichts für Leute mit Platzangst (so wie mir) 😉

Während der Tour hab ich einen weiteren Schweizer kennen gelernt, den Florian. Auch er ist für ein paar Wochen am herumreisen. War wirklich noch cool mit ihm zu plaudern und das Feierabendbier in Hué zu geniessen.

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Am nächsten Tag ging ich noch den alten Königspalast von der Nguyen Dynastie anschauen. Das ist ein riesen Gelände und alles ist wunderschön vergoldet. DSC04762 DSC04740 DSC04750 DSC04755   Nach diesen zwei Tagen hatte ich das Verlangen weiter zu ziehen damit ich bald in Saigon ankomme. Die Reisemüdigkeit hat sich immer wie stärker bemerkbar gemacht. Deshalb ging es weiter nach Hoi An. Hoi An ist eine wunderschönes altes Städtchen und wird auch gerne als Venedig von Vietnam betitelt. Weshalb? Deshalb: DSC04829 DSC04824  

In Hoi An bin ich spät am Abend angekommen. Da das Hostel schon voll war, ging ich in ein Hotel. Dies war zum Glück nur 2 Dollar teurer. Im Zimmer angekommen wollte ich kurz was in meinen Pass kontrollieren. Scheisse, wo ist mein Pass!! Fuck, wo ist nur mein verdammter Pass hin?

Ich überlegte mir wo ich ihn das letzte Mal gesehen hab und dann viel mir ein, dass mir irgendwelche Vietnamesen ihre Fremdwährungssammlung (Touristenverarsche) zeigten. Dann realisierte ich, dass die verdächtige nahe an meinem Rucksack waren. Scheisse, die haben meinen Pass geklaut… Stinkesauer nahm ich eine Dusche und rief danach mein Gästehouse in Hue an. Wollte nur sicher gehen. Leider hatten die meinen Pass ebenfalls nicht. Völlig verzweifelt ging ich an die Rezeption und fragte ob sie eventuell meinen Pass gefunden hätten. Sie schauten mich total schräg an und sagten: "Klar, du hast ihn als Depot hinterlassen"... Man bin ich blöde und trotzdem war so richtig erleichtert. Wie es scheint war die Fahrt dorthin etwas zu weit und mein Kopf war total erschöpft... Naja, gutes Ende.

In Hoi An selber habe ich an keinen Touren teilgenommen oder irgendwelche Sehenswürdigkeiten besucht. Das Städtchen selber war für mich einfach nur schön. Überall die französischen Kaffees und Restaurant. Auch eine sehr leckere Bäckerei mit Gebäck. Aaaahh war das geil wiedermal einen Vanilleplunder zu essen. 

Im Prinzip lief ich der Promenade rauf und runter und genoss das herrliche Ambiente. Ist zwar eine ziemlich touristische Stadt jedoch nicht ohne Grund.

Meine nächste Destination war Nha Trang. Auf dem Weg nach Nha Trang wurde ich zum Mörder. Jawohl, zum Mörder. Hab heute noch ein extrem schlechtest Gewissen. Ich war gemütlich mit dem Roller am fahren als mir plötzlich was vor den Roller sprang. Nach dem erstem Schock hielt ich an und fuhr zurück. Ich habe einen Affen getroffen. Der Affe lag noch ganz benommen aber lebendig auf der Strasse. Als ich ihn sah, wusste ich, dass der nicht durchkommen wird. Jedoch bracht ich es nicht übers Herz, den kleinen den "Gnadenschlag" zu geben. Nach ca. 5 Minuten humpelte das Äffchen zurück in den Busch. Er blutete aus dem Munden, Ohren und dem Arsch... DSC04861   Es hat mir im Herzen echt weh getan 🙁 R.I.P. der Ape... Nha Trang würde ich persönlich als Mallorca für die Russen beschreiben. Es ist einfacher sich mit Russisch durch zu schlagen als mit Englisch. Ist nicht so das ich Russisch könnte, aber ich wurde immer auf Russisch angesprochen. Nein ich sehe auch nicht aus wie ein Russe… 🙂 DSC04832 DSC04839 DSC04860 Nha Trang wurde im Lonely Planet als Bade- und Partyparadies beschrieben. Partyparadies konnte ich ja noch verstehen. Aber Badeparadies war mir dann doch etwas suspekt. Nha Trang ist eine riesige Stadt mit hunderten von Bars, Clubs und Restaurant. Es gibt dort auch einen riesigen Strand. Aber als Paradies würde ich dies nicht betiteln. Jedoch ging ich aus Prinzip kurz ins Wasser. Nur weil ich sagen wollte, dass ich mal im Südchinesischen Meer schwimmen war. Ach ja, ich war mal im südchinesischen Meer schwimmen…. (Du auch Frank?)  🙂 Auch besuchte ich den Vergnügungspark Vinpearl. Von weiten sieht das Ding der Hammer aus. Vinpearl befindet sich auf einer Insel und wird mit einer Gondelbahn erreicht. DSC04850 DSC04847   Das Beste am Park war leider die Gondelbahn selber. Alles Andere wir wie auf der "Chilbi" in Oberglatt. Wobei man sagen muss, das in Oberglatt noch einiges mehr läuft. Im Prinzip habe ich von ca. 10 Bahnen, wovon 5 in Betrieb waren, nur eine Besucht. Es war eine Rodelbahn. Die wäre eigentlich noch geil gewesen wenn man nicht 30 Minuten angestanden hätte und eine alte LAAAAANGSAME Dame vor sich hatte... Auf gut Deutsch: Der Besuch in Vinpearl war ein reinstes Desaster. DSC04857  

Nach Nha Trang hatte ich immer wie die Schnauze voll vom ewigen herumreisen. Deshalb entschied ich mich in den nächsten zwei bis drei Tagen weiter nach Saigon zu fahren. Nächster Halt wäre Phan Thiet gewesen.

Unterwegs nach Phan Thiet hat meine Suzie Wong wiedermal gestreikt. Ok, wie üblich hab ich jemanden angehalten, Roller auf den PickUp gehoben und zum nächsten Mechaniker gefahren. Dort wurde die Suzie für ca. 2h "repariert". Voller Freude fuhr ich ca. 20 Minuten weiter. Doch dann, hat die Suzie wieder gestreikt. Was dann kam, könnt ihr euch ja vorstellen. Anhalten, aufheben und Mechaniker. Nach der zweiten Reparatur, welche nochmals eine Stunde dauerte, fuhr sie wieder. Für 10 Minuten... Anhalten, aufheben und Mechaniker...

Ich hatte sowas von genug von dieser Schla***, dass ich die Suzie an einen neuen "Zuhälter" verkauft habe. Mein nächstes Problem war nun wie komme ich in die nächste Stadt. Habe immerhin keinen Roller mehr. Der Mechaniker zeigte mir aber wie es hier in Vietnam funktionierte.

Er schob mich und einen Stuhl auf den Strassenrand. Er setzte sich auf den Stuhl und ich auf den Rucksack. Nach einer halben Stunde warten, kam ein Sleeperbus vorbei welcher nach Saigon fährt. JACKPOT!! Ich komme heute noch in Saigon an!!! Juhuuuu 🙂

Um ca. 23.00 Uhr bin ich endlich in Saigon angekommen und hab mich auf die Suche nach einem Hostel gemacht. Gesucht, gefunden, eingecheckt. Danach ging ich auf die Gasse um was zu essen. Nach dem Essen nahm ich mir ein Mototaxi zurück ins Hostel. Während dem Bezahlen kamen zwei Arschlöcher auf dem Roller und entrissen mir den Geldbeutel. SCHEISSE!!! Mein Rollergeld sowie Karten waren dort drin. Diese verdammten Arschlöcher!!!

Im Hostel nahm ich dann mein Handy um alles sperren zu lassen. Während dem Telefonat kam ein "Touristenbulle" und fragte mich etwas. Ich sagte ihm, dass er mich in Ruhe lassen sollte und ich stinke sauer bin. Als er mich fragte was dann los sei, erklärte ich ihm meine Story. Er meinte nur noch, dass er mir helfen könnte. Er kenne diese Leute und er könnte ermöglichen, dass ich mir meine Kreditkarten usw. zurückkaufen könnte. Also holte ich mir meinen 50EUR Notgroschen und lies mein Handy im Hostel. Als er mich fragte was ich bereit wäre zu bezahlen, antwortete ich: „50EUR. Mehr hab ich nicht.“ Er fragte mich nach meiner Handynummer. Da ich mein Handy nicht dabei hatte, konnte ich ihm meine Nummer nicht sagen. Kann doch meine Vietnamnummer nicht auswendig.

Auf die Frage weshalb ich mein Handy nicht dabei habe, sagte ich nur noch, dass ich niemandem traue und wenigstens mein Handy sichern will. Da rastete er komplett aus. Ich auch. Einer von uns wurde K.O. geprügelt. Ich war es nicht…

Da dieses Arschloch wusste wo ich wohne, bin ich dann in einer Nacht und Nebel Aktion um ca. 04.00 Uhr morgens umgezogen.

Am nächsten resp. gleichen Nachmittag bin ich ausgeschlafen aufgestanden und ging frühstücken. Während dem Frühstück entschied ich mich wieder zurück nach Koh Phangan zu gehen um eine Pause einzulegen. Da ich diesmal länger als einen Monat bleiben wollte, musste ich auf die thailändische Botschaft ein Visum beantragen. Was auch alles wunderbar geklappt hat.

Vier Tage später bin ich, via Bangkok, in Koh Phangan angekommen...

In Phangan suchte ich mir eine kleine, süsse Hütte im Norden der Insel. Der Besitzer war ein Italiener. Ich buchte die Hütte für ca. zwei Wochen. Denn in zwei Wochen würde meine Mutter mich besuchen kommen. Es war eine sehr einfach jedoch sehr gemütliches Bungalow mit einer riesen Balkon sowie Hängematte. Als ich den Sonnenuntergang auf der Hängematte betrachtete, musste ich mir zugestehen, dass ich mich hier wie zuhause fühle. In diesem Moment habe ich mich entschieden, dass ich hier mal für ein Jahr leben möchte...

Die restliche Geschichte folgt in Kürze...

cheers Marco

PS: Eines will ich trotzdem noch erwähnt haben. Die Vietnamesen waren für mich persönlich die freundlichsten in ganz Südostasien. Auch wenn ich dort ausgeraubt wurde, die Menschen dort sind einfach herzlichen und sehr offen. Ich kann Vietnam jedem nur empfehlen.

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