Philippinen und Koh Phangan

Mein letzter Bericht ist doch schon etwas länger her. Aber ich setze lieber auf Qualität als auf Quantität. Gute Ausrede, nicht wahr? 🙂

Nach der Mongolei habe ich ein paar Monate zuhause auf Koh Phangan verbracht. In dieser Zeit habe ich einiges erlebt, erfahren und gelernt. Für euch zum Lesen vermutlich etwas langweilig. Aber das ist mir egal. Ist schliesslich mein Blog. 🙂

Phangan ist echt ein schönes Fleckchen Erde, wenn man weiss wohin man muss. Es gibt jeden Tag was neues zu entdecken. Die Insel ist gesegnet mit wunderschönen Stränden und sensationellen Aussichtspunkten sowie mit hunderten von Partys. Da gibt es die berühmte Vollmondparty sowie die Halfmoon, Shivamoon, Blackmoon, Jungle Experience, Maya usw... Ich persönlich war noch nicht an allen Partys. Weshalb? Da ich unterdessen zum alten Eisen gehörte und ich diese Bumbummusik nicht hören kann.

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Phangan ist eine kleine Insel und deshalb kennt auch jeder jeden. Es gibt viele Expats welche sich mehr oder weniger Erfolgreich durchschlagen. Die meisten, die ich kenne, verdienen ihren Unterhalt im Tourismussektor. Manche besitzen ein Hostel, Hotel oder Guesthouse und die Anderen machen irgendwelche "Fühlsch mi, Gspührsch mi" Kurse.

Auch ich habe mich in diesem Bereich umgeschaut. Leider nicht sonderlich erfolgreich. Verdiene zwar etwas Geld mit der Vermittlung von Zimmern, "Unternehmungsberater" und Underberg Retailer. Aber zu was Eigenem hat es nicht geklappt. Vermutlich liegt es auch daran, dass ich mich mit der Entscheidung, ein paar Jahre hier zu verbringen, sehr schwer getan hab.

Aber wie kam ich eigentlich zu diesem Job?

Als ich im Februar zurück von Vietnam kam, entschied ich mich ein Jahr hier zu verbringen. Mein Kumpel Ingo hat ein eigenes Häuschen und bat mich, dies, in dieser Zeit wo er in Deutschland ist, zu vermieten. Das Häuschen ist im Golden Beach Resort.

Die beiden Wichtigtuer alias Geschäftsführer (ja die haben zwei Geschäftsführer) vom Golden Beach sahen, dass ich sein Häuschen erfolgreich vermiete. Deshalb offerierten sie mir ihre Bungalows ebenfalls zu vermitteln. Gesagt getan, die Bungalows waren voll und dies sprach sich herum.

Zurzeit betreue ich auf Phangan ein Resort, ein Bungalow und zwei Villen. Bei jeder Buchung kassiere ich zwischen 3 und 17% des Buchungspreises. ca. 50Bungalows. Da ein Kunde im Norden der Insel, Haad Yao, meine Provisionen nicht bezahlen wollte, musste ich ihm kurzerhand alles gesperrt. Mit alles ist booking.com, agoda.com, Airbnb, Expedia, Hostelworld und Hotels.com gemeint.

Mit ca. 120 Bungalows würde man davon leben können. Mit ca. 180 sogar sehr gut.

Man muss es halt nur wollen...

Die Thaischule habe ich leider nie so richtig besucht. Weshalb? Faulheit... Jeder kann Englisch.

Mein zweiter "Job" war "Unternehmensberater". Ich erklärte den Hotelbesitzer (meistens Thais), wie man Zimmerkosten kalkulieren soll/kann. Variable Kosten und Fixkosten waren Fremdwörter. Ihr wollt ein Beispiel?

Ein Kunde hat für ein Zimmer mit Aircon 100THB (CHF 3) verlangt. Er kapierte nicht, dass er damit Kohle verliert. Alleine die kalkulierten Stromkosten beliefen sich auf 150THB.  Deshalb habe ich ihm die Minimum Preise pro Zimmer kalkuliert. Bei Lowseason darf er diese Preise verlangen, falls die Anlage leer ist. Der Gewinn liegt im Besäufnis der Gäste an der Bar.

Manche haben es nicht kapiert und sahen nur das Bargeld...

Im November bereiste ich die Philippinen. Hab schon viele Räubergeschichten über die Philippinen gehört. Zum Glück musste ich diese Erfahrungen nicht machen. Die Menschen dort waren äusserst freundlich und zuvorkommend. Auch das perfekt Englisch hat mich positiv überrascht. Egal wo man sich aufhielt. Egal wenn man am Arsch der Welt war, jeder konnte gutes und sauberes Englisch. Liegt wohl am amerikanischen Einfluss. Die Philippinos sind sehr gläubige Katholiken. Und das meine ich wortwörtlich. In Manila gönnte ich mir seit langem wieder einmal einen BicMac. Sogar im Fastfood Restaurant wird vor dem Essen gebetet. Ich glaubte ich sehe nicht richtig. Sowas habe ich nicht einmal in Rom gesehen.

Nach zwei oder drei Nächten in Manila ging ich weiter auf die Insel Boraccay. Boraccay wurde mir von vielen Backpackern für seinen wunderschönen Strand empfohlen. Angekommen und enttäuscht. Boraccay resp. der grosse, schöne und weisse Strand wurde völlig zugebaut. Am Strand selber fand man von McDonalds über Pizza Hut jedes grössere Fastfood Restaurant. Wenigstens gab es keine Hochhausbunker. Der Strand wäre eigentlich wirklich paradiesisch. Aber das war einmal.  Ehrlich gesagt, gibt es auf Phangan die idyllischeren Strände.

Ein bisschen enttäuscht wollte ich mir einen Roller mieten und die Insel selber erkunden. Aber was höre ich da? Es werden keine Roller an Touristen vermietet resp. zum Preis von ca. 50USD pro Tag (in Phangan ca. 3CHF / Tag). Hätte ich ja noch bezahlt, aber als ich hörte, dass die Vermieter die Leute bewusst in einen Unfall involvieren, konnte auch die mich am Allerheiligsten lecken. Wie es scheint gibt es auch dort eine starke Tucktuck Mafia.

In der Nähe von Boraccay gab es einen kleinen Flughafen mit einem Direktflug nach Puerto Princesa. Dort angekommen nistete ich mich in eine Nacht in ein Hostel ein. Den am nächsten Tag ging mit dem Minivan weiter nach El Nido. El Nido ist ein kleines Dörfchen ganz im Norden von Palawan und mit dem Van eine Tagesreise entfernt.

Bei der Ankunft haben wir uns in ein Guesthouse einquartiert und wurden ab diesem Moment vom Mr. Arschloch begleitet. Mr. Arschloch versuchte uns andauernd eine Tour zu verkaufen. Er hat einfach nicht Ruhe gegeben. Egal was wir ihm sagten. Alle 5 Minuten kam er und fragte welche Tour wir nun machen. Wir hätten alle diesen Kerl gerne...

Banaue ist ein UNESCO Kulturerbe und war mein persönliches Highlight auf den Philippinen.

Jedoch je länger ich unterwegs war, realisierte ich, dass ich die Schnauze voll habe vom Reisen. Ich war schlicht und einfach übersättigt und nichts (ausser Banaue) konnte mich im Prinzip noch faszinieren resp. interessieren. Im Prinzip hatte ich meine Touren nur wegen "Been there, donne that" gemacht. Wirklich Lust hatte ich eigentlich nicht mehr. Auch von Phangan habe ich langsam die Schnauze voll.

Deshalb werde ich bald zurück in die Schweiz kommen. Vorher habe ich aber noch eine letzte Reise vor mir. Welche genau das sein wird, werdet Ihr bald erfahren.

Alles Gute in die Schweiz und bis bald. Marco

El Nido wurde mir als totaler Geheimtipp empfohlen. Kaum Touristisch, wunderschöne Insellandschaften usw.

Dort angekommen suchte ich mir zuerst ein Bungalow und habe die erste Nacht Cash bezahlt. Auf die Frage wo ich den nächsten ATM finde, hatte sie nur gelacht und mich wissen lassen, das der einzige ATM im Ort seit Wochen nicht funktioniert. Na toll... Ohne Moos nix los. Nach langem Suchen hat mir dann ein Einheimischer erklärt, dass es einen kleinen Laden gibt, der Kaugummis für EUR 110 verkauft, welche mit Kreditkarte bezahlt werden kann und EUR 100 in Cash zurückgibt. Ein paar Minuten später war ich wieder um EUR 200 reicher und konnte mir so ein Abendessen und ein Bier leisten.

El Nido selber ist eigentlich ein herziges und kleines Dörfchen. Aber auch da war ich schon ca. 3 Jahre zu spät. In El Nido selber wird gebaut wie Wahnsinnig. Das schönste war das Inselreich in der Umgebung. Eigentlich hasse ich solche Touristentouren, aber um diese kleinen Insel zu erkunden, gab es halt leider keine echte Alternative.

Die Inselwelt ist echt traumhaft. Wunderschöne und abgelegene Strände, Buchten und Höhlen. Wenn mal jemand in der Gegend sein sollte, kann ich ihm das wirklich empfehlen.

Nach ein paar Tagen ging es wieder zurück nach Manila. Dort traf ich Frizi mit ihrer Freundin Ulli. Bald darauf ging es mit dem Nachtbus weiter nach Banaue. Die Reise war echt anstrengend und ich konnte leider kaum pennen. Aber dort angekommen wurden wir mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Leider habe ich meine Bilder von den Philippinen verloren resp. aus Versehen gelöscht. Deshalb müsst ihr euch mit Google Bilder zurechtfinden.

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